Gläserne Härten. Konkrete Kunst als Medium

Begleitbuch zur Ausstellung Gläserne Härten. Konkrete, generative und sonisch visionäre Kunst 1960–2020 im Kunstmuseum Reutlingen / konkret vom 18. September bis zum 24. Januar 2021 (verlängert).

Die sich am Anfang des 20. Jahrhunderts herausbildende konkret-konstruktive Bewegung hatte nicht nur Auswirkungen auf viele spätere Formen der Bildenden Kunst (wie Konzeptualismus, Op-Art, Kinetische Kunst, Computerkunst, Fluxus), sondern auch auf die zeitgenössische Musik und den Tanz, Film und Fotografie, Poesie und Literatur. Gläserne Härten stellt Werke vor, die sich einer vordergründigen Bedeutung verweigern und zugleich aber die ihnen unterliegenden Konzepte stets offenlegen. Insofern kann solche Kunst als Medium ohne Botschaft verstanden werden. Die Auswahl umfasst serielle Reliefs, Skulpturen, Zeichnungen, Malereien, Wandobjekte und Rauminstallationen aus den Jahren 1960 bis 2016 von 16 renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus sieben Ländern  


  • Herausgeber: Holger Kube Ventura
  • ISBN: 978 3 8030 3407 6
  • Format: 19 x 21 cm. Broschur
  • Auflage: 1. Auflage, Originalausgabe

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  • Die sich am Anfang des 20. Jahrhunderts herausbildende konkret-konstruktive Bewegung hatte nicht nur Auswirkungen auf viele spätere Formen der Bildenden Kunst (wie Konzeptualismus, Op-Art, Kinetische Kunst, Computerkunst, Fluxus), sondern auch auf die zeitgenössische Musik und den Tanz, Film und Fotografie, Poesie und Literatur. Gerade heute scheint die Bedeutung von konkreter Kunst wieder zu steigen. Durch die digitale Immaterialisierung der Welt nämlich schwindet die Unterscheidbarkeit von Gegenstand und Bild, Apparat und Medium, Material und Form zunehmend. Hier konfrontiert die konkret-konstruktive Bewegung ihre Betrachter mit reduzierten Farben, Linien, Flächen, Formen und Repetitionen, die auf nichts außerhalb ihrer selbst verweisen und eben ganz konkret und vor Ort sind. Solche materiellen Elemente bieten die Chance, in der absichtslosen Beobachtung von Gestaltungskonzepten und ästhetischen Prinzipien unerwartete Erfahrungen zu machen und Grundsätzliches zu verstehen. Mit originellen Logiken und überraschenden Iterationen zielt konkrete Kunst auf unsichtbare Barrieren, auf Glasdeckeneffekte also, und will Undenkbares denkbar machen: Ihre Themen sind einerseits jene „gläsernen Härten“ im Hirn, die oft Rezeptionserlebnissen entgegenstehen, und andererseits die „Härte“ der erkenntnistheoretischen Herausforderung, die dafür notwendig ist.
    Gläserne Härten stellt Werke vor, die sich einer vordergründigen Bedeutung verweigern und zugleich aber die ihnen unterliegenden Konzepte stets offenlegen. Insofern kann solche Kunst als Medium ohne Botschaft verstanden werden. Die Auswahl umfasst serielle Reliefs, Skulpturen, Zeichnungen, Malereien, Wandobjekte und Rauminstallationen aus den Jahren 1960 bis 2016 von 16 renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus sieben Ländern
    Douglas Allsop (geb. 1943, UK), Götz Arndt (geb. 1962, DE), Hartmut Böhm (geb. 1938, DE), Ad Dekkers (1938–1974, NL), Rom Gaastra (geb. 1952, NL), Nikolaus Koliusis (geb. 1953, AT), Thomas Lenk (1933–2014, DE), Vera Leutloff (geb. 1962, DE), Max Hermann Mahlmann (1912–2000, DE), Agnes Martin (1912–2004, CA/US), Guido Molinari (1933–2004, CA), Aurélie Nemours (1910–2005, FR), George Rickey (1907–2002, US), Klaus Staudt (geb. 1932, DE), Gerhard Wittner (1926–1998, DE) und Christian Wulffen (geb. 1954, DE). .

  • Herausgeber Holger Kube Ventura
    ISBN 978 3 8030 3407 6
    Seitenanzahl 110 Seiten
    Abbildungen 80 farbige Abb.
    Format 19 x 21 cm. Broschur
    Auflage 1. Auflage, Originalausgabe
    Erscheinungsdatum September 2020
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