Numismatik

Sylloge Numorum Arabicorum Tübingen (SNAT)

Seit fast einem Jahrhundert macht die antike griechische Numismatik ihr Quellenmaterial durch eine Publikationsreihe der griechischen Münzsammlungen, die Sylloge Nummorum Graecorum, in Bild und Beschreibung zugänglich. Diese erfolgreiche Reihe diente als konzeptionelle Anregung, als nach 1990 auf Initiative von Lutz Ilisch die systematische Publikation der islamischen Münzbestände der Universität Tübingen begann. Nach Regionen, Münzstätten und dann chronologisch geordnet, eignen sich die auf einer Seite beschriebenen und auf der gegenüberliegenden Seite in Originalgröße abgebildeten Münzen ideal für den Stempelvergleich und geben reichhaltige und zuverlässige Informationen über den Verlauf der politischen, wirtschaftlichen und kulturgeschichtlichen Entwicklung. Jeder Sylloge-Band wird von einem Experten, oft einem Gastwissenschaftler, verfasst, der unter Aufsicht des Sammlungskurators in Tübingen intensiv forscht.

Die bisher erschienenen 10 großformatigen SNAT-Bände (28 × 38 cm, Softcover) wurden von der Wissenschaft begeistert aufgenommen; die Bände zu Palästina und Ghazna/Kabul wurden von der englischen Royal Numismatic Society und der American Numismatic Society mit den Preisen für die beste Publikation des Jahres ausgezeichnet. Kleinere Sammlungen islamischer Münzen wie die des Ashmolean Museum, Oxford, und die der Universität Jena folgten dem Tübinger Beispiel und begannen, ihre Bestände nach dem SNAT-Modell zu publizieren. Das SNAT-Projekt wird zum größten Teil von der Pelling-Zarnitz-Stiftung und dem Jim Farr Numismatic Trust finanziert.

Forschungsstelle für Islamische Numismatik Tübingen (FINT)

Die Forschungsstelle für Islamische Numismatik Tübingen (FINT) ist eine Forschungseinrichtung an der Abteilung für Orientalistik und Islamwissenschaft der Universität Tübingen (Deutschland). Sie wurde 1990 gegründet, zwei Jahre nachdem die Volkswagen Stiftung geholfen hatte, die damals bedeutendste private Sammlung islamischer Münzen für die Universität zu erwerben. Unterstützt von privaten Sponsoren ist die FINT-Sammlung (1990-2017 kuratiert von Lutz Ilisch) seitdem gewachsen, bis sie nun zu den drei größten und besten ihrer Art zählt und rund 80.000 historische Münzen aus allen Epochen und Regionen der islamischen Welt umfasst. Dementsprechend wird das FINT von internationalen Forschungsgästen frequentiert und organisiert jährliche Konferenzen der Orientalischen Numismatischen Gesellschaft. Hier werden verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt, und der Kurator bietet jedes Semester numismatische Kurse im Rahmen des Lehrplans der Abteilung an.

FINT-Website

Flyer Sylloge

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