Volkspark als Bühne städtischer Selbstinszenierung

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Am Dienstag, den 28. November, 19:30 h wird im Bücherbogen Berlin das jüngst erschienene Buch Stadt. Volk. Park. vorgestellt. Gerwin Zohlen moderiert in diesem Rahmen ein Gespräch zwischen Hans von Trotha und dem für die Publikation verantwortlich zeichnenden Team Hans Stimmann (Text) / Erik-Jan Ouwerkerk (Fotos).

Öffentliche Gärten – die späteren Volksparks – sind eine Idee aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Grunde standen sie unter der ausdrücklichen Aufforderung „Betreten erwünscht“, wenngleich an vielen Rasenrabatten seinerzeit noch Verbotsschilder angebracht waren. Mittlerweile sind Verbotsschilder so gut wie nicht mehr vorhanden, und akzeptierte Regeln scheint es überhaupt nicht mehr zu geben. Angesichts dieser Entwicklung und der dabei für Parkanlagen gewonnenen Erkenntnisse von Gestaltung und Nutzung stellen sich neue Fragen. Welche Aspekte sollen bei der Neuanlage eines auf ein Stadtquartier bezogenen Parks berücksichtigt werden: Funktion, Schönheit, Ökologie, Geschichte des Ortes? Dabei wird auch ein Dilemma gartenarchitektonischer Positionen sichtbar: sich einerseits wie beim Tempelhofer Feld damit zu begnügen, alle gestalterischen Optionen offen zu halten, andererseits aber Tendenzen zu vermeiden, die zu einer „Natur der vierten Art“ oder zu zeitgeistigen Designvorstellungen von Freizeitaktivitäten führen.

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