Archetypen der Architektur und Landschaft – Fotografien von Maximilian Meisse

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8. Juni 2026 – Der Wasmuth Verlag präsentiert vom 16. Juni bis 10. Juli 2026 die Ausstellung „Archetypen der Architektur und Landschaft“ mit fotografischen Arbeiten von Maximilian Meisse. Die feierliche Eröffnung findet am Montag, den 15. Juni 2026, 19 Uhr, in der Papierhalle des Verlags in Berlin statt.

In der Ausstellung werden das Stadtbild prägende Bauten – vor allem aus Berlin und Rom – landschaftlichen Formationen aus Tirol und Norditalien gegenübergestellt. Zum ersten Mal in seiner über 20-jährigen künstlerischen Laufbahn präsentiert Maximilian Meisse neben seinen für ihn charakteristischen Architektur- und Stadtfotografien auch Land- und Geländeformen. Beide Werkgruppen folgen derselben Konzeption: die Konzentration auf Linien, Farben, Formen und Lichtstimmungen sowie die Reduktion auf die Gestalt.

 Atypisch für die Landschaftsfotografie verzichtet Meisse konsequent auf den Horizont. Dadurch wird der Blick auf die Formen gelenkt, unabhängig davon, wo sich die Bergrücken, Gebirgszüge oder Kerbtäler geografisch befinden. Viele der Bilder wurden bei gleißendem Gegenlicht aufgenommen. Sie zeigen Orte, die in der erlebten Wirklichkeit kaum erreichbar sind, die aber über ihr Abbild greifbar nah erscheinen.

Den Abschluss der Ausstellung bilden Fotografien von Berliner Mietshäusern, die am 24. Juni 2026 in einem vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg und dem Architekten Tobias Nöfer veröffentlichten Buch im Wasmuth Verlag präsentiert werden.

In seinen Bildkompositionen von Gebäuden und Stadträumen konzentriert sich Meisse auf die Grundlagen der Architektur: architektonische Ordnungen wie Säule, Bogen, Architrav, Gesims und Giebel. Seine Bilder fassen Baukörper zu prägnanten, atmosphärisch dichten Kompositionen zusammen, die über das einzelne Gebäude hinausweisen. Der Architekt Hans Kollhoff beschreibt Meisses Blick auf die Berliner Museumsinsel als „Gegenentwurf zur gewohnten Wahrnehmung des Ortes – eine Vision, wie sie sein könnte oder wie sie war“. Und Maximilian Meisse selbst sagt über seine Bilder: „Aufgrund meiner Vorprägung als Architekt liegt das Wesen meiner Arbeit darin, die Wirklichkeit über deren Abbild neu zu erfinden und die Fotografie somit als Entwurf und weniger als Dokument einzusetzen. Ich versuche, die vorgefundene Realität von Städten und menschenleeren Oberflächen der Erde in eine eigene, hochatmosphärische Welt zu übersetzen, die den Blick verändert, weil sie Vertrautes neu und schöner zeigt.“

Maximilian Meisse, geboren 1969 in Kassel, studierte Architektur an der ETH Zürich und an der Universität Stuttgart und diplomierte 1996. Anschließend arbeitete er in mehreren Architekturbüros und im Grafikatelier Ott + Stein. 2004 nahm er seine freiberufliche Tätigkeit als Architekturfotograf und Fotokünstler auf. Seine Werke sind Bestandteil von Kunstsammlungen und regelmäßig in Ausstellungen zu sehen. Meisse ist Herausgeber zahlreicher Bildbände, die sich mit europäischen Stadträumen beschäftigen.

Von Maximilian Meisse sind im Wasmuth Verlag noch folgende Bände erhältlich: „Ready Places Berlin“ (2014) „Berlinkontinuum – 300 Jahre Stadtarchitektur in Berlin“ (2016). Mit über 100 Fotos von Maximilian Meisse erscheint am 24. Juni 2026 bei Wasmuth das Buch „Vorbild Berliner Mietshaus. Wiederentdeckung eines nachhaltigen Bautyps“, herausgegeben von Tobias Nöfer und dem Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg.

Ausstellungsdaten

Ort: Papierhalle des Wasmuth Verlags
10969 Berlin, Axel-Springer-Straße 43
Vernissage: Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 16. Juni – 10. Juli 2026
Öffnungszeiten: Werktags von 12 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Eintritt frei

Abbildungen © Maximilian Meisse / Wasmuth Verlag 2026