Fast zehn Jahre nach der letzten Publikation von und über den Maler Michael Toenges erscheint im Wasmuth Verlag nun ein Künstlerkatalog mit Abbildungen von 29 Gemälden aus den Jahren 2018 bis 2025. Ergänzt werden diese durch neun „Arbeiten nach der Kunstgeschichte“ aus seinem 1980 begonnen Projekt „Mein Zettelkasten – mein Gedächtnis der Malerei“, der inzwischen über 400 Werke im Format 11 x 14 cm beinhaltet. In diesen Nachschöpfungen setzt sich Toenges mit den Farb- und Malwelten u.a. von Toulouse-Lautrec, Monet oder Picasso auseinander. 
Im Katalog finden sich überdies eindrückliche Schwarz-Weiß-Fotos, die der Maler Peter Tollens im Atelier von Toenges angefertigt hat. Die in Köln lebenden und arbeitenden Künstler verbindet eine je eigene Auseinandersetzung mit der Autonomie der Farbe und der Materialität und Wirkung von Farbflächen. Die Künstler haben mehrfach gemeinsam ausgestellt, u.a. in der Galerie von Susanne Albrecht in Berlin.
50 nummerierte Exemplare des Katalogs enthalten berührende Original-Papierarbeiten (2011–2024), für die gilt, was Toenges auch sonst über den Prozess der Malerei sagt: „Die Malerei blitzt auf in einem Augenblick, wo die Farben verschmelzen zu einem Farbklang.“ Die Edition ist in der Papierhalle des Wasmuth Verlags in Berlin nach Terminvereinbarung per Email einsehbar. Nachfragen werden auch gerne telefonisch beantwortet. Details hier.
Herausgegeben wird der Katalog von der Galerie Albrecht, Berlin, die dem Künstler auf der art Karlsruhe (5. bis 8. Februar 2026) eine One-Artist-Show widmet. In der Ankündigung zur Ausstellung schreibt die Galeristin Susanne Albrecht: „Michael Toenges entfaltet mit seinen Bildern eine vielfarbige Spiritualität. Seine Bilder lassen sich vergleichen mit dem Tutti in der Musik, wenn alle Stimmen zu einem harmonischen Ganzen zusammenkommen. In Harmonie und Balance liegt der eigentliche Charakter der Bilder. Der Malprozess unterwirft sich diesem Ordnungsprinzip. Jede Farbe erhält einen Ausgleich, nichts dominiert, sondern kommt im harmonischen Miteinander zu Ruhe.“